Zahnfleischbehandlungen (Gingivitis und Parodontitis)

Das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat sind das Fundament Ihrer Zahngesundheit. Viele wissen nicht, dass die Entzündung des Zahnfleisches und der Abbau des Zahnhalteapparates ein schleichender Prozess ist, der selber zunächst überhaupt nicht bemerkt wird, sich aber bei ungünstiger körpereigener Abwehr immer weiter verschlechtert. Die gute Nachricht: wir können dieses Problem jederzeit bereits im Vorfeld mit einem sehr einfachen Test feststellen. Dieser Test wird sogar von den gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre einmal bezahlt.

Die Situation, die sich vollzieht, hat folgendes Aussehen:

Die Bakterien, die sich aufgrund von günstigen Bedingungen zwischen den Zähnen in den Zahnzwischenräumen einnisten, finden dort ein ausgezeichnetes Milieu, um aus Stoffwechselprozessen bakterielle Ablagerungen – der sogenannte Biofilm – in Form weicher und harter Zahnbeläge zu bilden. Diese entzünden das Zahnfleisch und können in einem späteren Stadium dann allmählich zu Knochenabbau führen. Dieser Prozess geht langsam vonstatten, kann über Jahre gehen und sich unbemerkt fortsetzen. Das führt langfristig zu Karies und/oder Parodontitis – also zu Zahnlöchern und zum Abbau des Kieferknochens mit der Folge der Zahnlockerung.

Das Stoppen dieses Prozesses wird nur dann möglich, wenn zweierlei in der Parodontitis-Therapie erreicht wird:

  1. Die möglichst vollständige Entfernung der bakteriellen Beläge in den Zahnzwischenräumen und in den eventuell bereits entstandenen Zahnfleischtaschen.
  2. Eine konsequente professionelle Überwachung, um ein Wiederaufflammen solcher krankmachenden bakteriellen Belastungen zu vermeiden.

In unserer Praxis wird ein spezielles Parodontitis-Programm angewendet, das genau diese beiden Ziele verfolgt und auch erreicht. Am Anfang jeder Therapie steht eine exakte Diagnostik. Im Wesentlichen unterscheiden wir zwischen einfachen Zahnbelägen (Zahnstein), entzündetem Zahnfleisch aufgrund von bakterieller Besiedlung (Gingivitis) und erkranktem Zahnhalteapparat mit bereits vorhandenem Knochenabbau (Parodontitis).

Zahnstein und Gingivitis werden bei uns mit der Ihnen sicher vom Namen her bekannten „professionellen Zahnreinigung“ – kurz PZR behandelt. Dabei werden harte und weiche Zahnbeläge mit Hilfe eines Ultraschallgerätes oder – wenn dies bei Ihnen nicht möglich ist – mit Handinstrumenten entfernt. Anschließend werden mit einem speziellen schonenden Pulverstrahlgerät alle übrigen, für Sie nicht erreichbaren Beläge entfernt. Zum Abschluss erhalten die Zähne und das Zahnfleisch einen antibakteriellen Lack.

Leiden Sie unter Parodontitis sprechen wir von der „parodontalen Erhaltungstherapie“ – kurz PET nach Dr. Möbius. Die Reinigungsvorgänge sind hier sehr ähnlich, bei vorhandenen Zahnfleischtaschen bekommen Sie zur Schmerzvermeidung ein Betäubungsgel aufgetragen. Abschließend verwenden wir ein Gel zur Ankurbelung des Stoffwechsels Ihres Zahnfleisches, da die Bakterien bereits zu viel Schaden angerichtet haben. Dieses Gel wird mit einem speziellen Zahnfleischverband abgedeckt, damit es in den nächsten vier Stunden ungestört einwirken kann. Diese Prozedur wird in dramatischen Fällen über neun Monate alle vier Wochen durchgeführt, um beste Ergebnisse zu erzielen. Danach erarbeiten wir mit Ihnen zusammen einen Vorsorgeplan, um ein Wiederaufflammen der bakteriellen Infektion (Entzündung) zu verhindern. Sollte Ihr Kieferknochen bereits massiv abgebaut sein, werden wir vor Einbringen des Gels ein knochenstoffwechselaktives Material in die Zahnfleischtasche einbringen, um eine Regeneration zu ermöglichen.

Das Ergebnis dieses Programmes: Die Parodontitis wird gestoppt, die bakterielle Situation in Schach gehalten und der Knochenabbau aufgehalten. Die Folge ist eine deutlich gesündere Situation in den Zahnzwischenräumen und des Zahnfleisches. Eine kritische Abbausituation des Knochens wird dadurch aufgehalten. Ziel ist es, den Zahnbestand in dieser Situation zu erhalten. Letztlich ist das die Grundlage für alle weiteren Behandlungen.

Hier könnte eine Karte sein ...

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