Kiefergelenksdiagnostik und Kiefergelenkstherapie

Hilfe bei Kiefergelenkserkrankungen

Neben Karies und Zahnfleischerkrankungen sind auch Funktionsstörungen im Kausystem eine Erkrankung, die in der zahnärztlichen Praxis untersucht und behandelt werden. Diese Erkrankungen werden in Fachkreisen craniomandibuläre Dysfunktionen genannt. Gemeint sind damit körperliche Funktionsbeschwerden, die aus einer nicht physiologisch korrekten Bissbeziehung zwischen den beiden Kiefern herrühren können.

Die Symptome solch einer Funktionsstörung können z. B. sein:

  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen im Kiefergelenk
  • Einschränkungen bei der Kieferbewegung (z. B. Mund geht nicht mehr auf oder nicht mehr komplett auf)
  • Muskelverspannungen und Muskelschmerzen im Nacken und in der Schulter bis hin zu Problemen im Rücken- Becken- oder Kniebereich.
  • Tinnitus

Dies ist nur eine Auswahl der möglichen Beschwerden, die mit CMD in Zusammenhang stehen können. Ein weiteres Problemfeld sind Schlafstörungen und nächtliches Schnarchen.

Die einfachste Form einer solchen Erkrankung findet sich bei Patienten die – vorwiegend nachts – mit den Zähnen knirschen. Bei diesen Patienten ist bereits viel von der Zahnhartsubstanz verloren gegangen. Die Fehlfunktion wird oft nicht erkannt, die Patienten wundern sich morgens über Verspannungen der Kaumuskulatur. Hier können wir Ihnen helfen!

Wie kann bei Kiefergelenksbeschwerden geholfen werden?

Sind derartige Probleme vorhanden, kann unter Umständen ein fehlerhafter Biss dafür verantwortlich sein. Im Rahmen einer sogenannten manuellen und instrumentellen Funktionsanalyse stellen wir fest, welcher Art die Beschwerden sind und ob ein Zusammenhang zu Zähnen, bzw. der Bissrelation zwischen Oberkiefer und Unterkiefer, besteht.

Vor allem in Akutfällen kann es manchmal notwendig sein, zunächst auch mit Medikamenten zu helfen, um schließlich zu einer Schmerzlinderung zu kommen. Anschließend ist es meist sinnvoll, in der funktionstherapeutischen Therapie für einen Bissausgleich durch eine sogenannte Aufbissschiene zu sorgen. Selbst, wenn die primäre Ursache für die Probleme nicht im Biss zu finden ist, kann eine solche Aufbissschiene zumindest symptomatisch für Hilfe und Schmerzlinderung sorgen.

Kiefergelenkstherapie: Was bezahlt die Krankenkasse?

Leider werden funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen von der gesetzlichen Krankenkasse nicht erstattet.

Bei privaten Krankenversicherungen besteht in der Regel eine Erstattungsmöglichkeit, bei der Beihilfe ist gegebenenfalls mit Einschränkungen zu rechnen. Wir werden Sie rechtzeitig vor der Behandlung informieren, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Kiefergelenkstherapie mithilfe einer Schiene

… und dann? In manchen Fällen kann zusätzlich zu einer Kiefergelenkstherapie eine begleitende und ergänzende Untersuchung und/oder Therapie durch weitere Fachdisziplinen (z. B. HNO, Neurologie, Orthopädie, Psychosomatik) notwendig sein. Auch Physiotherapie kann eine gute Therapieergänzung zur Schienenbehandlung sein und wird dann auch durch den Zahnarzt verordnet.

Bei manchen Patienten wird die Aufbissschiene ein dauerhaftes Hilfsmittel bleiben, ähnlich einer Brille, Schuheinlagen oder Gehhilfen, um beschwerdefrei zu bleiben.

Schienen werden z.B. auch von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Nicht jedoch wie oben erwähnt die notwendige Funktionsanalyse im Vorfeld. Wir unterscheiden zwischen einer Schiene mit Hirn (mit FU-Analyse) und ohne Hirn. Viele Patienten hatten mir berichtet, dass sie schon einmal eine Schiene hatten, diese hätte aber gar nichts verbessert. Umso überraschter waren sie dann von unserer Schiene mit Hirn, die relativ zeitnah Hilfe brachte.

Sind eindeutige Hinweise für Fehler im Biss vorhanden, so kann aber auch eine Korrektur an Zähnen, Zahnersatz oder auch eine Zahnersatzneuversorgung notwendig werden.

Zahnersatz nach vorangegangenen CMD-Maßnahmen

Hier haben wir uns zur Aufgabe gemacht, gerade bei CMD-vorgeschädigten Patienten einen funktionierenden und gleichzeitig CMD-therapeutischen Zahnersatz herzustellen. Mit Hilfe der Schienenbehandlung können wir für unsere Patienten individuell die korrekte Zuordnung von Unter- zu Oberkiefer erproben und diese Situation in Ihren neuen hochwertigen Zahnersatz überführen.

Diese Behandlung erfordert Erfahrung mit der sicheren Handhabung der Axiografie, also dem korrekten Vermessen der dynamischen Bewegungsabläufe der Kiefer zueinander und deren Auswertung.

Mithilfe dieser Aufzeichnungen werden die individuelle Gelenkachse und die Bewegungsmöglichkeiten auch eines erkrankten Kiefergelenkes bestimmt. Die so übertragenen Werte werden dann außerhalb des Mundes in ein spezielles Gerät – den Artikulator – übertragen, um korrekte Front- und Seitenzahnstellungen sowie die natürlichen Bissfunktionen bestimmen zu können.

Letztlich führt dieses wissenschaftlich gut erforschte Verfahren zu einem funktionell ausgerichteten modernen Zahnersatz, der nicht nur ästhetische Aspekte, sondern vor allem auch eine gute funktionelle Ausrichtung möglich macht.

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